Körperschall- und Schwingungs-Dämmung für ein ruhiges Zuhause

Nachbarschaftslärm rangiert an zweiter Stelle nach dem Verkehrslärm

Unerwünschte Geräusche aus dem Nachbarhaus oder aus der benachbarten Wohnung gehören zu den häufigsten Gründen von Lärmklagen. Im Gegensatz zur Lärmstörung Nummer 1, dem Strassenlärm, hat hier der Verursacher jedoch einen Namen und ein Gesicht. In den meisten Wohngebieten findet man heute im Freien kaum mehr wirkliche Ruhe. Umso ausgeprägter ist das Bedürfnis, sich wenigstens in den eigenen vier Wänden eine stille Oase zu sichern und umso stärker fühlt man sich von nachbarschaftlicher Ruhestörung gestresst.

Die Sanitärgeräusche aus der Nachbarwohnung, das Rumpeln der Geschirrwaschmaschine um zwei Uhr nachts und das Klirren von Geschirr auf der Küchenkombination eines Frühaufstehers stören nebenan in der Regel bereits dann, wenn sie gehört und identifiziert werden können. Nachbarschaftslärm ist deshalb sehr oft Quelle von Streit unter nahe beieinander wohnenden Menschen und deshalb emotionell besonders belastend. In manchen Fällen wird das Problem durch einen Wechsel des Wohnortes mit den entsprechenden Kosten gelöst. Noch öfters muss die Störung unter dem Zwang der Umstände geduldet werden. Man kann nur ahnen, wie oft sie Ursache von folgenschweren psychosomatischen Erkrankungen wird.

Es ist daher immer wieder erstaunlich festzustellen, wie leichtfertig die Ersteller von Wohnbauten mit diesem bekannten Problem umgehen. Für Äusserlichkeiten wird ein grosser Aufwand betrieben, während man die wahrhaft „inneren Werte“ eines Gebäudes vernachlässigt. Dabei wäre es ein Leichtes, akustische Schwachstellen durch überlegte Planung und sorgfältige Ausführung weitgehend zu vermeiden und die Mehrkosten in einem eng begrenzten Rahmen zu halten.

Schallübertragung in Bauten

Schall kommt fast immer über die Luft an unser Gehör. In Bauten wird er von Wänden, Decken und Böden als Luftschall abgestrahlt. Dabei genügen bereits winzigste Schwingungen solcher Flächen, um hörbaren Schall zu erzeugen. Wie aber geraten tonnenschwere Bauteile in Schwingung? Die Anregung kann ebenfalls über den Luftschall kommen, beispielsweise durch menschliche Stimmen oder Lautsprecher. Sehr häufig werden die Schwingungen aber direkt im festen Material der Bauten erzeugt, so etwa durch Schritte (Trittschall), Hantieren in der Küche, durch vibrierende Waschmaschinen, das Auftreffen des Wasserstrahls auf die Badewanne, Duschwanne, WC oder den Waschtisch, der Deckelschlag beim WC, Benützergeräusche in der Badewanne usw. (Körperschall). Die so entstehenden Schwingungen werden im Bau manchmal über grössere Distanzen weitergeleitet. Sie treffen dann einen Bauteil, der sich leicht anregen lässt - man spricht von Resonanz - und werden somit als Luftschall hörbar.

Die Lösung!

Nachbarschaftslärm ist vermeidbar

Häuser können so gebaut werden, dass Störungen mit einer normalen Dosis Rücksicht vermeidbar wären. Die Grundsätze dazu sind längst bekannt. Trotzdem wird heute der Schalldämmung immer noch zu wenig Beachtung geschenkt.

Die Firma HAFNER AG hat sich diesem speziellen Problem angenommen und äusserst effiziente Lösungen für alle gängigen Sanitärgegenstände und Küchenkombinationen entwickelt. Hier führt Pflege der Details zu markanten Verbesserungen. Küchenkombinationen lassen sich mit wenig Aufwand körperschallisoliert montieren. Schubladen in Küche und Bad können mit Gummipuffern akustisch entschärft werden. Für Waschtische und WC gibt es spezielle Sets, welche eine verbesserte Körperschall-Dämmung gewährleisten. Dusch- und Badewannen können ohne grossen Mehraufwand schallisoliert montiert werden, so dass die Dusche um zwei Uhr nachts nicht zum Gemeinschaftserlebnis für das ganze Haus wird. Mit speziellen, schallhemmenden Schienen oder Füssen, ist das Waschen und Tumblern am Abend kein Problem mehr. Die laufende Verbesserung der Produkte, die Einfachheit in der Anwendung und der günstige Preis für eine wertvolle Steigerung der Wohnqualität machen HAFNER-ISO SET zur wichtigsten Nebensache in Neubau und Renovation.

Ergebnis der Schallmessungen beim Hafner  ISO-SET

Mit den Hafner ISO-SETs erfüllen Sie bei korrektem Einbau und den richtigen Voraussetzungen die erhöhten Schallanforderungen der SIA 181. 

Mehr Aufklärung nötig

Bedauerlich ist, dass die Bedeutung der akustisch wichtigen Massnahmen auch noch heute einigen Architekten und Handwerkern zu wenig bewusst ist und deshalb grobe Fehler in der Planung und Ausführung gemacht werden.

Die alte SIA Norm von 1988 bis 2005

Die bisherige Formulierung der Norm verwies lediglich auf die gesetzliche Pflicht, die Mindestanforderungen einzuhalten. Die erhöhten Anforderungen waren vertraglich zu vereinbaren. Wenn Kaufverträge lediglich summarisch „Einhaltung der Vorschriften nach SIA-181“ vermerkten, waren automatisch die Mindestanforderungen gemeint. Für viele Eigentümer hat dies zu einem traurigen Erwachen in der juristischen Sackgasse geführt.

Die neue SIA Norm ab 2006

Die wichtigsten Neuerungen bei haustechnischen Anlagen

Die Mindestanforderungen sind jetzt um 2 dB(A) tiefer.Ebenfalls neu ist, dass bei haustechnischen Anlagen und Einrichtungen bei Doppel- und Reihen- Einfamilienhäusern sowie bei neu gebautem Stockwerkeigentum die erhöhten Anforderungen zwingend eingehalten werden müssen.

Anforderungsstufen

Mindestanforderungen

Die Mindestanforderungen gewährleisten einen Schallschutz, der lediglich erhebliche Störungen zu verhindern vermag.

Erhöhte Anforderungen

Die erhöhten Anforderungen bieten einen Schallschutz, bei dem sich ein Grossteil der Menschen im Gebäude behaglich fühlt. Bei Doppel- und Reihen- Einfamilienhäusern sowie bei neu gebautem Stockwerkeigentum gelten die erhöhten Anforderungen.

Spezielle Anforderungen

Bei besonderen Nutzungen oder bei besonderen Schallschutzansprüchen (auch für einzelne Räume oder Lärmarten) sind spezielle Anforderungen festzulegen und zu vereinbaren. Spezielle Verhältnisse sind insbesondere dann gegeben, wenn die Lärmempfindlichkeit und / oder der Grad der emissionsseitigen Lärmbelastung erheblich nach oben oder unten von den angegebenen Beschreibungen abweicht.

pdficon_largeSIA 181 Normen

Lärmempfindlichkeit

Die Einstufung der Lärmempfindlichkeit erfolgt durch sinngemässe Interpretation der nachstehenden Angaben.

Lärmempfindlichkeit

Beschreibung der immissionsseitigen Raumart und Raumnutzung (Empfangsraum)

gering Räume für vorwiegend manuelle Tätigkeiten. Räume, welche von vielen Personen oder nur kurzzeitig benützt werden.
Beispiel: Werkstatt, Handarbeits-, Empfangszimmer ,Warteraum, Grossraumbüro, Kantine, Restaurant, Küche ohne planmässige Wohnnutzung, Bad, WC, Verkaufsraum, Labor, Korridor.
mittel Räume für Wohnen, Schlafen und für geistige Arbeiten.
Beispiel: Wohn-, Schlafzimmer, Studio, Schulzimmer, Musikübungsraum, Wohnküche, Büroräume, Hotelzimmer, Spitalzimmer ohne spezielle Ruheraumfunktion.
hoch Räume für Benützer mit besonders hohem Ruhebedürfnis.
Beispiel: spezielle Ruheräume in Spitälern und Sanatorien, spezielle Therapieräume mit hohem Ruhebedarf, Lese-, Studierzimmer.


Anforderungen nach SIA 181:

Geräuscheart (Senderaum)

Anforderungen der Norm

SIA 181

  mindest erhöht
Benutzergeräusche  Pendelfallhammer (Bad - Bad) 43 dB(A) 40 dB(A)
Benutzergeräusche  Pendelfallhammer (Bad - Wohnen) 38 dB(A) 35 dB(A)
Funktionsgeräusch  (Bad – Bad) 38 dB(A) 35 dB(A)
Funktionsgeräusch  (Bad – Wohnzimmer) 33 dB(A) 30 dB(A)
Dauergeräusch, Funktionsgeräusch  (Bad – Bad) 33 dB(A) 30 dB(A)
Dauergeräusch, Funktionsgeräusch  (Bad – Wohnen) 28 dB(A) 25 dB(A)


Geräuscheart

Einzelgeräusche

Benutzergeräusche
Dusche und Badewanne nutzen; Klosettsitz (Deckel, Brille) fallen lassen; Pfannen und Geschirr auf Arbeitsflächen abstellen; Schrankauszüge und Schranktüren betätigen; Garagentore, Drehflügeleingangstüren, Schiebetüren und –Fenster, Storen, Cheminéeklappen, -gitter, -türen und Backofenklappen manuell betätigen

Funktionsgeräusche
Waschtisch, Spülbecken und Badewanne füllen bzw. auslaufen lassen; Klosett spülen inklusive Spülvorgang auslösen; Betriebsgeräusche von Wasser- und Abwasserinstallationen; An-, Um-, Abstellen von Ventilen und sonstigen Armaturen; Aufzugsanlagen; Geräusche automatisch betätigter Garagentore, Türschliesser oder Storenanlagen; Schaltgeräusche elektrischer Anlagen

Dauergeräusche

Funktionsgeräusche
Betrieb von Lüftungs- und Klimaanlagen, Geschirrspüler, Waschmaschine, Tumbler, Kühlanlage, Ventilator, Heizung, Kompressor, Wärmepumpe, Whirlpool, Dachentwässerung

Benutzergeräusche
Geräusche gewerblicher Einrichtungen mit manueller Betätigung